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BepiColombos Ankunft am Merkur hat begonnen: Warum eine erfolgreiche Trennung zählt

BepiColombo hat nahe dem Merkur sein Transfermodul abgetrennt und damit eine komplexe, monatelange Ankunftssequenz vor dem vollen Wissenschaftsbetrieb begonnen.
KI-generierte redaktionelle Illustration zum Artikel „BepiColombos Ankunft am Merkur hat begonnen: Warum eine erfolgreiche Trennung zählt“; konzeptionelle Szene, kein echtes Foto oder Tatsachenbeleg.

Ein bestätigter Meilenstein

Die ESA meldete am 7. September 2026, dass BepiColombos Mercury Transfer Module am 3. September erfolgreich abgetrennt wurde. Die Missionskontrolle erhielt die Bestätigung um 15:49 CEST, nachdem das Signal rund 200 Millionen Kilometer zur Erde zurückgelegt hatte.

Was das Modul leistete

Das Transfermodul brachte den ESA–JAXA-Sondenverbund von der Erde in Richtung Merkur. Seine Solaranlagen versorgten Ionentriebwerke, die sanften, anhaltenden Schub mit deutlich weniger Treibstoff als eine vergleichbare Folge chemischer Zündungen erzeugten.

Warum Merkur schwierig ist

Der Flug nach innen ist kein einfaches Fallen zur Sonne. Eine Sonde muss Bahnenergie abbauen und zugleich Hitze und Flugbahn beherrschen. BepiColombo legte etwa 9,9 Milliarden Kilometer zurück und nutzte neun planetare Vorbeiflüge, bevor diese Ankunftsphase begann.

Trennung ist nicht Ankunft

Das erfolgreiche Ereignis ist der erste Schritt einer Sequenz, nicht die abgeschlossene Orbitinsertion. Laut ESA werden Manöver mit chemischem Antrieb die Flugbahn verfeinern; der Eintritt in die Merkurumlaufbahn ist für den 21. November geplant, danach werden die beiden Wissenschaftssonden in eigene Bahnen getrennt.

Die Wissenschaft steht noch bevor

Die koordinierten wissenschaftlichen Untersuchungen sollen 2027 beginnen. Die Instrumente sind dafür ausgelegt, Oberfläche, Inneres, Magnetfeld und Umgebung des Merkur zu untersuchen. Ergebnisse dürfen erst nach Beobachtung und Auswertung behauptet werden.

Technik unter Unsicherheit

Die ESA weist außerdem darauf hin, dass Teams einen Teil der Route neu planten, nachdem eine verringerte Solaranlagenleistung das Transfermodul beeinträchtigt hatte. Die erfolgreiche Trennung ist ein Wiederherstellungsmeilenstein; weitere Manöver bleiben unverzichtbar.

Primärquelle

Missionsupdate der ESA. Abgerufen am 12. September 2026.